Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie zielt auf die Identifikation und Modifikation dysfunktionaler Verhaltensmuster ab, die mit psychischem Leid oder eingeschränkter Lebensqualität einhergehen.
Grundlage der therapeutischen Arbeit ist in der Regel die sprachliche Rekonstruktion relevanter Lebenssituationen sowie die Analyse des beobachteten Verhaltens und seiner Konsequenzen.
Nach der Identifikation problematischer Muster werden neue, funktionalere Verhaltensweisen schrittweise eingeübt und im Alltag erprobt. Der Fokus liegt dabei primär auf gegenwartsbezogener Verhaltensänderung und deren Stabilisierung durch positive Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem sozialen Umfeld.
Frühere emotionale Entstehungsbedingungen der Muster werden je nach Ausrichtung, Setting und Therapieziel nicht immer vertieft bearbeitet. Bei stark emotional verankerten oder früh biografisch geprägten Mustern kann dies die Nachhaltigkeit der Verhaltensänderung begrenzen.
Neurotango® ergänzt diesen Ansatz, indem emotionale und verhaltensbezogene Prozesse parallel auf körperlicher Ebene zugänglich gemacht werden. Dysfunktionale Muster zeigen sich dabei nicht nur im berichteten Verhalten, sondern unmittelbar im Bewegungs-, Haltungs- und Interaktionsverhalten.
Psychische Blockaden können sich beispielsweise darin äußern, dass bestimmte Bewegungsaufgaben zunächst körperlich nicht ausgeführt werden können.
Die therapeutische Veränderung erfolgt über die gleichzeitige Regulation emotionaler Prozesse und die Verkörperung neuer Handlungsoptionen. Psychische, soziale und funktionale Veränderungen entwickeln sich dabei häufig parallel.